Was läuft eigentlich am RAW?


Kurzbroschüre http://raw-kultur-l.de/wp-content/uploads/2016/12/Vorstellung-RAW-Kultur-L-061216.pdf
Kurzbroschüre

Im November 2016 wurde über den Entwicklungsstand „Soziokulturelles L“ informiert. Denn nach den Erfahrungen der beiden, von Kurth-Immobilien initiierten Werkstätten „RAW-Entwicklung“, bei der unterschiedliche Szenarien der Bebauung vorgestellt wurden, haben sich die Akteure entschlossen eine eigene Strategie zu entwickeln.

Der Wunsch ist die Häuser dem Besitzer Kurth-Immobilien ab zukaufen. Als Partner wurde dazu die Trias-Stiftung gewonnen. Das Projekt befürworten die beiden ehemaligen Bezirksbürgermeister, Cornelia Reinauer (Linke) und Franz Schulz (Grüne), sowie Sven Heinemann (SPD, MdA). Auch dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg liegt an einem soziokulturellen Zentrum für den Stadtteil, stattbau wurde beauftragt den Prozess zu begleiten und die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V  berät.

In Gründungsphase ist eine Projektentwicklungsgenossenschaft, die NutzerInnen wurden aufgerufen den VertreterInnen ihre Stimme zu geben. Ziel ist es mit dieser Vorstufe eine Stadtteilgenossenschaft zum Kauf zu gründen. Genossenschaftsanteile können dann von NutzerInnen, Vereinen, Institutionen, Nachbarn, Kunden, Gästen und sonstigen Unterstützern erworben werden. Eine homepage befindet sich im Aufbau: http://raw-kultur-l.de/

„Ohne Übernahme von Verantwortung wird es keine Freiheit geben“, so Franz Schulz und „blood, sweat and tears“ sind der Preis. Aber vermutlich wird es die letzte Chance sein, den Ort langfristig zu erhalten. Olaf Schenckenberg vom Kinderzirkus Zack sieht in seinem Engagement nicht nur die Sicherung der eigenen Existenzgrundlage sondern auch einen gesellschaftspolitischen Auftrag für den Stadtteil. Andere hingegen waren ganz zufrieden mit auf 5 Jahre befristeten Einzelmietverträgen.

Ob Kurth-Immobilien tatsächlich bereit sein wird einen Teil des Grundstückes wieder zu verkaufen, ist nicht bekannt. Über einen möglichen Kaufpreis kursieren Spekulationen zwischen 2 und 8 Mio. Euro. Laut dem Geschäftsführer von Trias ist ein Eigenkapital von 25-35 % des Kaufpreises nötig. Demnach also irgendwas zwischen 500.000 und 2,8 Mio.

Kiezbewohner sparen schon mal für Anteile, wenn’s denn so weit ist…

 

Sendung zum Thema vom 7.12.16 bei MEGAspree on Air, Audio hier (60 min.)